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My City Guide Stadtführungen – Ihr Tourguide für Linz!

Linz: Stadt der Engel

LA (Linz Angeles) in Österreich

In den Nachwehen der Weihnachtszeit widme ich mich einem sehr himmlischen Thema. So habe ich mich auf die Suche nach Engel in Linz gemacht. Vielleicht auch deshalb, weil mein Name „Angela – Die Himmelsbotin“ bedeutet :o) 

Engel in der ganzen Stadt

Da im Barock Darstellungen von Engel sehr angesagt waren, findet man sie heute praktisch überall in Linz. Dazu muss man nur mit offenen Augen durch die Straßen gehen.

Das Engel aber auch aus Fleisch und Blut sein können, haben mir die vielen Sozialprojekte in der Stadt gezeigt. Eines davon ist das Help-Mobil der Caritas. Es bietet medizinische Basisversorgung für Obdachlose an. Und dieses Projekt ist längst nicht das Einzige. 

Jetzt aber viel Spaß beim Entdecken himmlischer Boten!

Angela

Linz - Stadt der Engel

Engel aus Stahl

Fetzenvogel

Ende der 70er Jahre war es ein großer Linzer Skandal. Im Zuge des „Forum Metalls“ im Jahr 1977 wurde am linken Brückenkopfgebäude am Hauptplatz eine Siegesgöttin angebracht.
Zur Erklärung: Das Forum Metall war eine Outdoor-Ausstellung mit Großskulpturen aus Metall in Linz. An der Donaulände findet man auch heute noch einige dieser Metallriesen. 

Warum war das ein Skandal?

Naja, dazu muss man wissen, dass die Brückenkopfgebäude im Nationalsozialismus gebaut wurden. Das Vorbild der Metallskulptur war die „Nike von Samothrake“, eine griechische Siegesgöttin, die heute im Louvre in Paris steht. 
Deshalb empfanden viele LinzerInnen die Platzierung als unpassend.
Fetzenvogel, Ausreibfetzen, Affenkunst, … waren die wenig schmeichelhaften Kommentare in den Medien. 

1979 wurde die Skulptur deshalb demontiert und wanderte nach Frankfurt. Die Geschichte ist da natürlich noch nicht zu Ende. 2016 beim Höhenrausch „Andere Engel“ fand sie ihren Weg zurück nach Linz und diesmal nicht als Siegesgöttin, sondern als Engel. 

Seitdem ist der Engel wieder in Linz. Bewundert kann er am Pfarrplatz werden. Gerade in den Abendstunden, kurz vor Sonnenuntergang, ist das Licht am Platz besonders schön.

Linz Stadt der Engel

Der Engel am Pfarrplatz

Linz Stadt der Engel

Forum Metall, Donaulände Linz;
Skulptur „Strömung“ von Erwin Reiter, 1977

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Dreifaltigkeitssäule

Engelparty

Die Dreifaltigkeitssäule kennt wohl jeder, der irgendwann in Linz war.
Mitten am Linzer Hauptplatz, steht sie sehr zentral. Schaut man sich die frisch renovierte Säule aber genauer an, kann man eine wahre Engelsexplosion erkennen. 

Aus Dankbarkeit errichtet

Wie schon im Einleitungstext erwähnt, hatten Engel im Barock Hochkonjunktur. Die Säule selbst wurde vor 300 Jahren zum Dank, dass die Menschen Krieg, Feuer und Seuchen überlebt haben, gebaut. Engel durften da natürlich nicht fehlen. 

Es lohnt sich also einmal einen genaueren Blick auf die Säule zu werfen.

Linz Stadt der Engel
Linz Stadt der Engel

Stadtführung gefällig?

Der Blonde Engel

Muss man kennen

Musikkabarett vom Feinsten!
Gut, sein Bühnen-Outfit ist skurril, aber nicht im negativen Sinn, sondern einfach positiv schräg. Goldene, enge Hose und nackter Oberkörper, Flügel und blondes Haar,  so kennen ihn seine Fans von Auftritten. Eher durch Zufall bin ich einmal in sein Programm gekommen und war einfach nur begeistert. 

Zudem hat Felix Schobesberger, wie er der blonde Engel eigentlich heißt, einen Song über Linz geschrieben, den ich hier auf keinen Fall unterschlagen möchte. 

Ursulinenkirche

armer Luzifer

Die Ursulinenkirche an der Landstraße dominiert die beliebte Shoppingmeile. Wenige nehmen sich aber die Zeit in die Kirche zu gehen. Das Altarbild ist wirklich kraftvoll und sehenswert. Deshalb möchte ich jetzt alle ermuntern, den Trubel der Landstraße einmal zu verlassen und in das barocke Juwel hineinzugehen. 

 

Linz Stadt der Engel

Die Ursulinenkirche war einst die Schulkirche der Ursulinen, einem Frauenorden. Die Ursulinen widmeten sich der Krankenpflege und Mädchenerziehung. Es gab einen regen Schulbetrieb: Volksschule, Hauptschule und Gymnasium.  Die Kirche wurde zwischen 1736 – 1772 gebaut. Architekt war Johann Haslinger. 

1968 wurde der Schulbetrieb eingestellt und Mitte der 80er Jahre verließen die letzten Nonnen das Kloster. Wo einst der Klostergarten war, ist heute übrigens der OK-Platz. 

Das Altarbild ist bemerkenswert. Zentral mit rotem Umhang sieht man den Erzengel Michael, dem die Kirche auch geweiht ist. Mit den Füssen steht er auf Luzifer, dem gefallenen Engel, der das Böse verkörpert. Alles erinnert an eine Schlacht und bei Luzifer hat Michael anscheinend kurzfristig die Nächstenliebe vergessen.  Rechts am Bild mit blauen Umhang ist der Erzengel Raphael und links der Erzengel Gabriel. Gemeinsam bilden sie ein Dreieck. 

Wer also so richtig Lust auf „Engerlschauen“ hat, der ist hier definitiv am richtigen Platz. 

Linz Stadt der Engel

Altarbild mit dem Erzengel Michael, 
 dem sie auch geweiht wurde.

Linz Stadt der Engel

Der Altar vom Barockmaler Martino Altomonte

Engel aus Fleisch und Blut

ganz ohne flügel

Wie erwähnt, habe ich bei meiner Recherche so manchen Engel ohne Flügel gefunden. 

Die wenigsten wissen, dass auch Ute Bock 1942 in Linz geboren wurde. Ute Bock war eine bescheidene, tatkräftige Frau, die durch ihre unermüdliche Arbeit in der Flüchtlingshilfe unvergessen bleibt. 2018 ist sie in Wien gestorben. 

Streetworker, Organisationen wie die Caritas und andere, Tierschützer, freiwillige Helfer, unzählige Ehrenamtliche leisten auch in Linz viel Gutes und einen so positiven Beitrag für uns alle. Deshalb möchte ich sie hier nicht unerwähnt lassen.

Helfen kann man auf so viele Arten, manchmal ist es ein Zuhören, eine „Kupfermuckn“ (Straßenzeitung) kaufen oder eine Dose vom Boden in der Mülltonne entsorgen.
Engel können wir also alle sein!

Sie suchen ein besonderes Geschenk? Wie wäre es mit einem Gutschein! 

Maximiliankirche

Engel aus holz

Der klassische Tourist schafft es im Normalfall nicht auf den Freinberg. Doch für LinzerInnen ist der Ausflug dorthin absolut empfehlenswert. 

Geht man zu Fuß auf den Freinberg hinauf, kommt man auch direkt beim Kollegium Aloisianum vorbei. Es handelt sich dabei um ein privates, katholisches Gymnasium. 1851 wurde der Schulbetrieb erstmalig von den Jesuiten für Knaben aufgenommen. Heute sind natürlich auch Mädchen zugelassen.  

Harry Potter lässt grüßen

Das Gebäude ist auffällig, da es einem Harry Potter Roman entsprungen sein könnte.  Vom Spazierweg aus sieht man bereits gut das Portal und die schöne Holztüre der Maximiliankirche. Zwei große geschnitzte Engel bewachen den Eingang. 1836 wurde die Kirche im neugotischen Stil errichtet. 

Der Nachrichtensprecher Tarek Leitner und Landeshauptmann Thomas Stelzer waren übrigens beide Schüler der Schule. 

Linz Stadt der Engel

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Angela

Mein Name ist Angela Stritzinger und ich bin Fremdenführerin in Linz und auch geprüfter Austria Guide. My City Guide ist mein persönliches Herzensprojekt. Mein Angebot sind Stadtführungen und Thementouren in Linz. Alle Touren sind auch hundefreundlich.

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