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My City Guide Stadtführungen – Ihr Tourguide für Linz!

3 Hidden Places in Linz

Ungeschliffene Diamanten

Versteckte und geheime Plätze faszinieren mich. Nicht jeder kennt sie und das macht sie mitunter magisch. Grund genug, mich auf Entdeckungstour zu begeben. Drei dieser speziellen Orte in Linz will ich nun im Blogbeitrag vorstellen. 

Falls jemand noch andere unbekannte Linzer Plätze kennt, freue ich mich sehr über Rückmeldungen unter: angela@mycityguide.at

Jetzt aber viel Spaß beim Entdecken!

Angela

Hidden Places in Linz

Kapuzinerkirche und Kloster

Eine Kirche, die keine mehr ist

Das Wort „profaniert“ ist manchen bekannt und vielen wieder nicht. Es heißt nichts anderes, als das eine Kirche entweiht wird. Es ist also ein kirchlicher Akt, der am Ende einer sakralen Nutzung steht. Genau das ist mit der Kapuzinerkirche in der gleichnamigen Kapuzinerstraße passiert.

Bereits im 17. Jahrhundert wurde das Kapuzinerkloster mitsamt der Kirche gegründet. 1991 wurde zuerst das Kloster aufgelassen und 2016 dann die Kirche profaniert.

Seither gibt es ein hin und her über die weitere Nutzung. Zumindest im September und Oktober 2021 findet ein Theaterstück (Circus Agado) in dem alten Gemäuer statt. Dabei hat man Gelegenheit, die Kirche von Innen zu betrachten. Unter der Kirche befindet sich auch eine Gruft. 18 Särge sollen dort liegen – unter anderem ein Neffe Maria Theresias – Erzherzog Karl Joseph. Somit weht ein Hauch von Habsburg über dem Areal.

Im Video unten, drehe ich mich am Areal der Kirche und der Kapu einmal um die eigene Achse. 

Mein Fazit: Es beschleicht einem beim Hochgehen der Treppen zur Kirche schon ein komisches Gefühl.
Ohne Konzept sind die Seitenwände mit Graffitis besprüht. Normal bin ich ein großer Fan von Streetart und poste Werke gerne auf meinem Insta-Account (mycityguide_linz). Hier im Durchgang sehe ich jedoch vorrangig Zerstörung mit Ausnahmen. Dort wo einst eine Heiligenfigur aus Stein stand, ist jetzt eine Plastikmadonna umrahmt von Fahrradketten. Alles sehr skurril und unwirklich. 

Oben angekommen, fällt einem schnell ein buntes Haus ins Auge: Die KAPU – eine Kulturinstitution in Linz – wo die legendäre Band Nirvana 1989 auftrat. Hier werde ich streetart-technisch wieder versöhnt. Der Platz oben hat eine besondere Aura und erinnert mich an eine bunte Oase mitten in der Stadt. Die wirklich stark befahrene Kapuzinerstraße rückt in meiner Wahrnehmung in den Hintergrund.
Die Kirche selbst ist außen in einem erbärmlichen Zustand. Innerlich habe ich mich bei ihr entschuldigt – es ist schon traurig, dass wir in Linz so lieblos mit einem Kulturgut umgehen.

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Landhaus Brücke

Schüttgut

Wie andere Städte auch, durchlebte Linz  schlimme Feuerkatastrophen.
Im Jahr 1800 gab es einen furchtbaren Brand. Vom Schloss ausgehend schlugen die Flammen in das Stadtzentrum. Warum ich das erzähle, kläre ich gleich auf.

Große Teile der Altstadt wurden vernichtet und riesige Schuttberge waren das Ergebnis. Man entschied, mit dem Schutt den alten Stadtgraben zuzuschütten. Dieser hatte schon längst seine Schutzfunktion verloren und die gewonnene Fläche war nun wertvoller. So entstand die Linzer Promenade.

Zurück in unsere Zeit: Im Jahr 2008 kam es zu einem sensationellen Fund. Beim Bau der Tiefgarage wurde die alte Brücke wiederentdeckt und freigelegt. Seitdem überquert sie jeder, der durch das Südtor beim Landhaus Richtung Herrenstraße geht.

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Was jedoch die wenigsten wissen ist, dass der untere Bereich der Brücke zugänglich ist.
Dazu muss man den Abgang zur Tiefgarage (siehe Foto) benutzen. Sobald man durch eine der Türen geht, erwartet dem Besucher ein unerwarteter Ausstellungsbereich: Die Geschichte von Linz in tollen Bildern, die Brücke in voller Pracht, ein Brunnen und so einiges mehr. 

Mein Fazit: Einen Hidden Place mitten im Trubel der Stadt zu finden ist schon außergewöhnlich. Weil der Eingang zur Brücke vielen unbekannt ist, verdient dieser Ort absolut diese Bezeichnung. Noch jeder, den ich bei meinen Touren diesen Platz gezeigt habe, war positiv überrascht.

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Stadtführung gefällig?

Wenn nicht jetzt!

Wann dann?

Cembran Keller

Dornröschenschlaf

In der Kellergasse 6 befindet sich der Cembran Keller. Und es ist wirklich kaum zu glauben, aber die Geschichte dieses Weinkellers geht bis in die Römerzeit zurück. 

Der Gründer des Cembrankellers, der Weinhändler Josef Cembran, kaufte die Kelleranlage im Jahr 1904. Als k.u.k. Hoflieferant hatte er weitreichende Kontakte und konnte sich nach dem 1. Weltkrieg weiter am Markt behaupten.

Der Stil des Gebäudes ist expressionistisch. Baumeister Johann Kreisch wurde 1922 mit dem Bau beauftragt.

In den Jahren des 2. Weltkrieges boten die direkt angrenzenden Stollen Schutz für ca. 4.000 Menschen.  Diese Stollensysteme gehen tief in den dahinterliegenden Bauernberg hinein und sollen sogar bis nach Leonding reichen.

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Sie suchen ein besonderes Geschenk? Wie wäre es mit einem Gutschein! 

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Manche werden sich vielleicht noch erinnern: Der Keller und auch die angrenzenden Stollen wurden lange Zeit als Szenetreff und Partylocation genutzt. 2017 war dann wegen Sicherheitsmängel schlagartig Schluss mit den Veranstaltungen. 

Mein Fazit: Aktuell liegt das Gebäude im Dornröschenschlaf. Immer wenn ich vorbei spaziere, werde ich richtig wehmütig. Das Gebäude wirkt so speziell und die 2000 Jahre alte Geschichte ist bemerkenswert. Ich hoffe sehr, dass dieser Ort bald wieder wachgeküsst wird. Es muss ja kein Prinz sein, sondern jemand mit Mut, Kreativität und natürlich auch dem notwendigen Kleingeld. 

Der Verein „Historische Bilder und Ansichten“ digitalisiert alte Fotos und Postkarten.
Keine Sorge, die Bilder bleiben natürlich in Ihrem Privatbesitz.
Die Bilder werden jedoch so für künftige Generationen erhalten. 
Abonnieren Sie einfach die Seite des Vereins auf Facebook und lassen auch Sie Ihre Familienschätze digitalisieren. 

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Angela

Mein Name ist Angela Stritzinger und ich bin Fremdenführerin in Linz und auch geprüfter Austria Guide. My City Guide ist mein persönliches Herzensprojekt. Mein Angebot sind Stadtführungen und Thementouren in Linz. Alle Touren sind auch hundefreundlich.

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