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„Memento Mori“: Der Tod in Linz

Sei dir deiner Sterblichkeit bewusst

Memento Mori: Der Tod in Linz

Zu Allerheiligen und Allerseelen denken wir viel an die Menschen, welche uns vorausgegangen sind. Die Flüchtigkeit des Seins rückt uns allen ein bisschen näher.

In diesem Beitrag widme ich mich dem Thema „Sterblichkeit“. Kaum zu glauben, doch auch der Tod unterliegt Trends. Die Friedhöfe geben uns Einblicke im aktuellen Umgang mit der Endlichkeit. 

Spannend, was es dazu in Linz zu finden gibt. Ein paar Einblicke gebe ich in diesem Blogbeitrag.

Viel Freude beim Entdecken!

Angela

Barockes Sterben

Direkt an der Mauer der Stadtpfarrkirche befindet sich mein persönlicher Lieblingsgrabstein. Tatsächlich mag ich Friedhöfe und die dazugehörigen (Lebens-) Geschichten. Aber das ist eine andere Geschichte. 

Der Friedhof, der rund um die Stadtpfarrkirche existierte, ist natürlich schon lange Geschichte. Der Grabstein vom Mauteintreiber Johannes Hirtlhoffer hat sich an der Außenmauer zum Glück erhalten. Hirtlhoffer starb 1704 und war wohl ein sehr angesehener Mann. Wahrscheinlich auch ein sehr Gefürchteter! Wer zahlt schon gerne Maut?!

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Barocke Grabplatte an der Stadtpfarrkirche Linz

Das Video zeigt das barocke Verständnis zum Sterben. Der Weg vom Jüngling zum Tod ist oft ein sehr Kurzer. Deshalb, sei dir bewusst, dass du sterblich bist!  

Urnenhain - Asche zu Asche

Bäume, Eichkatzerl, Hasen

Fast 100 Jahre gibt es diesen Friedhof bereits. 1929 wurde der Linzer Urnenhain eröffnet und das war schon eine Besonderheit. Zu dieser Zeit lehnte die katholische Kirche die Feuerbestattung noch grundlegend ab. Im roten Linz fand diese Art der Bestattung trotzdem Anklang. 

Die alte Feuerhalle steht heute unter Denkmalschutz. Sie wurden nach Plänen des berühmten Architekten Julius Schulte gebaut. Ebenso das Pförtnerhaus.  

Der Friedhof lädt zu einem Spaziergang ein. Er ist ein riesiger Park mit altem Baumbestand und idyllischen Plätzen. In Gesprächen merke ich immer, wie wenig selbst LinzerInnen diesen Park – naja, Friedhof kennen. Tatsächlich möchte ich aber gerade den Einheimischen diesen Platz ans Herz legen, denn er hat geradezu magische Plätze zu bieten. Hier kann man das Leben genießen, gerade weil der Ort soviel Ruhe bietet. 

Für alle Mutigen habe ich einen Tipp:
Der Friedhof schließt im Oktober um 17.00 Uhr.
Wer ab 16.00 Uhr am 01. oder 02. November den Friedhof besucht, wird mit einem Kerzenlichtermeer belohnt. 

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Friedrich bleibt

Marmorstein und Eisen bricht

Die Stadtpfarrkirche habe ich ja eingangs schon erwähnt. Jedoch nicht nur die Außenmauer, sondern auch Ihr Innenleben begeistert. Beim Altar rechts vorne ist eine ganz besondere Platte: Ein sogenannter „Epitaph“ aus rotem Marmor. 

Was hat es nun mit diesem Epitaph auf sich?

Naja, dahinter wurde das Herz und die Eingeweide von Kaiser Friedrich III bestattet. Ein Epitaph ist nichts anderes als ein Grabstein mit Inschrift. Der restliche Körper wurde einbalsamiert und im Wiener Stephansdom bestattet. 

Friedrich III starb im August 1493 im 78. Lebensjahr in Linz. Er überlebte all seine großen Widersacher. Friedrich war der Stadt sehr zugetan und machte uns Linzern ein großes Geschenk: Für ein paar Jahre wurden wir Kaiserstadt. 
Alleine deshalb lieben wir ihn besonders und sein Herz ist bei uns in der Stadtpfarrkirche sehr gut aufgehoben. Der Rest natürlich auch!

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Taubenmarkt

Das weiss nicht jeder

Der Taubenmarkt ist ein sehr belebter Platz in  Linz. Um 1723 wurde der Pranger vom Hauptplatz hierher verlegt. Der Name kommt vom dort abgehaltenen Geflügelmarkt. Dieser fand bis Ende des 19. Jahrhunderts statt. Lebendig, bunt, ein wenig gruselig war der Platz also schon immer. 

Aber war er auch morbid? JA, war er!  

Was nur wenige LinzerInnen wissen ist, dass es in diesem Bereich einmal einen Friedhof gab. Genau genommen im Mittelalter vor etwa 500 Jahren. Heute erinnert allerdings nichts mehr an die einstigen, stillen BewohnerInnen. Es ist ja eher sehr laut dort.

Tja, so ist das mit der Zeit: Vom Friedhof zur Shoppingmeile. Die Dinge verändern sich stetig. 

Mittlerweile fanden alle Innenstadtfriedhöfe ihr Ende und der St. Barbara Friedhof mit einem Areal von 12 ha ist heute der Stadtfriedhof. Viele berühmte Linzer Persönlichkeiten haben dort ihre letzte Ruhe gefunden.

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Stadtfriedhof St. Barbara

Stadtführung gefällig?

Wenn nicht jetzt!

Wann dann?

Sind Sie nun neugierig auf mehr LINZ – Perfekt!

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Angela

Mein Name ist Angela Stritzinger und ich bin Fremdenführerin in Linz und auch geprüfter Austria Guide. My City Guide ist mein persönliches Herzensprojekt. Mein Angebot sind Stadtführungen und Thementouren in Linz. Alle Touren sind auch hundefreundlich.

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